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Review vom 23.04.2006

  Atari Masterpieces: Vol 2.



WERTUNG:
45%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
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Was habe ich den Vorgänger in den Himmel gelobt. Viele schöne alte Spiele krönten Atari Masterpieces Vol. 1 und machten die Compilation zum Sammelobjekt für alle retrofanatischen N-Gage-Fans. Die liebevolle Aufmachung, das gesamte Drumherum, es war einfach schön. Jetzt kommt kurze Zeit später (Oktober bis April) der Nachfolger.

Wie schon beim Vorgänger fallen das Hauptmenü und die Musik auf: Kunststück, hat man hier munter beim 1. Teil abgekupfert und einfach genau die selbe Grafik genommen... Wieder stehen 12 Spiele zur Verfügung und wieder müssen 4 davon erst einmal freigespielt werden, um den Langzeitspielspaß etwas zu erhöhen. Wobei es de facto eigentlich nur 10 neue Spiele sind, denn Asteroids Deluxe und Space Duel sind im Prinzip genau die gleichen Games - nur mit anderer Grafik!

Die "Top-Liste" diesmal:

- Asteroids Deluxe
- Centipede
- Crystal Castles
- Liberator
- Pong
- Space Duel
- Tempest
- Warlords
- Air-Sea Battle 2600
- Canyon Bomber 2600
- Miniature Golf 2600
- Video Checkers 2600

Die letzteren vier Titel sind eher belanglos, kommen sie doch von einer ururalten Konsole von Atari daher und erinnern mehr an einen C16er. Die anderen Spiele sind eine Mixtur aus Baller- und Geschicklichkeitsgames, die leider nicht an die ausgezeichnete Auswahl des ersten Teils herankommt.

Wie bereits erwähnt sind Asteroids Deluxe und Space Duel beinahe genau der gleiche Titel. Bei beiden steuert man ein kleines Raumschiff und ballert Felsbrocken sowie Ufos ab. "Neu", und daher Deluxe, ist die Tatsache, dass man einen Schutzschild aktivieren kann... Nicht wirklich etwas, was mich zum Kauf dieser Compilation anregen würde... Ein Schutzschild, naaaja.

Dann doch eher die anderen Klassiker. Centipede fand ich zwar schon als Kind frustrierend, es soll jedoch Fans geben, die mit diesem Spiel richtig ins Videospielleben eingestiegen sind. Wem das Treiben rund um eine von oben nach unten kommende Schlange, die man "Space Invaders"-gleich abballern muss, Spaß macht, darf sich drauf freuen.
Crystal Castles erscheint ein wenig (gut, nicht nur ein wenig...) wie eine aufgebohrte Version von Pac-Man, nur in einem Pseudo-3D-Ambiente.
Liberatorist da noch einer der besten Titel der Masterpieces: Wer im Vorgänger Missile Command gespielt hat, wird hier in die umgekehrte Rolle versetzt: Es gilt, einen Planeten dem Erdboden gleich zu ballern und dabei die von der Oberfläche startenden Raketen zu vernichten.
Pong sollte eigentlich jeder kennen, der Videospiele spielt, ansonsten heißt es: Schnell nachschlagen! Leider kommt das Spiel mit den zwei Paddels auf dem schmalen N-Gage Display nicht ganz so gut rüber - und wurde (wie die anderen Titel leider auch) von Emulator-Freaks bereits besser umgesetzt. Besonders fehlt ein Zweispielermodus an einem Gerät.

Tempest war einer der beliebtesten Ballerklassiker von Atari und schaffte es sogar auf der einst untergegangenen Konsole Jaguar zu einer Neuauflage als Tempest 2000, das mit aufgemotztem Soundtrack die Fans begeistern konnte. Leider ist der Titel nach all den Jahren inzwischen etwas zu einfach geworden.
Den Schluss bildet Warlords, das eine Abart von Pong ist, jedoch um einiges mehr Tiefe bietet! Vier Parteien versuchen mit Hilfe eines Schildes Bälle abzuwehren, die die eigene Burg bedrohen. Spaßig ist das allemal.

Steuerung:
Wie schon beim Vorgänger hat man sich bei der Steuerung Mühe gegeben und kann die meiste Zeit Hakler ausschließen. Natürlich darf man kein Steuer-Paradies erwarten, dafür klappen selbst Genauigkeit erfordernde Games wie Liberator.


Grafik:
Brrr... Konnte man im Vorjahr noch ein paar Augen zudrücken, sind die Umsetzungen der neuen Titel im Nachfolger inzwischen u.a. ein Opfer des höheren Anspruchs. Besonders die Schriften der Spiele haben unter dem Display des N-Gage zu leiden und bei Spielen mit Story wie Liberator kann man nur mit sehr guten Augen überhaupt erkennen, was sich da auf dem Bildschirm alles abspielt.

Pong auf dem N-Gage wurde jedoch fast unspielbar, nachdem das Feld kurzerhand zusammengeschrumpft und in die Höhe gezogen wurde. Wenn der Ball zum wiederholten Male im Aus landet, nur, weil man ihn auf Grund der im Bild hängenden Punkteanzeige nicht gesehen hat, schmeißt man seinen Handheld gern mal gegen die Wand (was wir nie tun würden!).

Insgesamt hat diese Compilation gegenüber dem Vorgänger stark nachgelassen. Da helfen auch die für N-Gage Verhältnisse nicht üblen Videointerviews mit Atari-Gründer Nolan Bushnell nichts.

Sound:
Neben der bereits erwähnten guten Musik im Hauptmenü kann man die sonstige Sounduntermalung getrost in die verstaubte Schublade mit der Aufschrift "Vorsicht, bissige Spinne" zurück verfrachten. Insgesamt befürchte ich, "eine Spur zu laut".

Features:
Same procedure as last year: Vier freischaltbare Spiele, drei Videos und N-Gage Arena-Support für weltweite Highscores.


Multiplayer:
Manche Games sind über Hotseat miteinander spielbar. Bzw. nacheinander. Das wars auch schon. Gerade bei Pong schmerzt das.

Fazit:
Würde man die Atari Masterpieces Vol. 1 und 2 als ein Gesamtwerk vorliegen haben - die Punktevergabe wäre besser als im letzten Jahr. So merkt man leider, dass hier nur die schwächeren Titel zusammengesucht wurden. Auf MMC-Karten, die inzwischen a) auch nicht mehr die Welt kosten und b) in erstaunlichen Größen existieren, hätten sämtliche Spiele sicher ein paar Mal draufgepasst. Klar, die Videos schlucken Speicher, aber dann lieber etwas mehr Gameplay fürs Geld. Und vor allem nicht zweimal den gleichen Titel, den man bereits vom Vorgänger kennt. Wer klug ist, spart hier lieber sein Geld. Nostalgie-Fans, die mal wieder auf dem Retro-Trip sind, können trotzdem zumindest einmal reinschnuppern. Viel Futter wird es für den N-Gage ja wohl nicht mehr geben...

Christian Nork für N-Page.de

Vielen Dank an Nokia für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.





Packshot

Details

Publisher:
Nokia

Developer:
Atari

Genre:
Sonstiges

Release:
März 2006

Multiplayer:
1-2 Spieler

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

shot1

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