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Review vom 07.10.2003

  Super Monkeyball



WERTUNG:
77%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
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Meinungen:
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Komplettlösung
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Der Begriff Super Monkey Ball dürfte wohl den wenigstens Spielern ein Fremdwort sein. Das von Sega entwickelte Geschicklichkeitsspiel bekam durchweg gute Kritiken und galt als einer der stärksten GameCube Starttitel. Neben einer gelungenen Fortsetzung gab es mit Super Monkey Ball Jr. auch eine GameBoy Advance Umsetzung.
Diese Version hat man sich zur Vorlage genommen und versucht einen auf den N-Gage zugeschnittenen, leicht verbesserten Ableger zu programmieren.

Super Monkey Ball bietet Geschicklichkeitsprüfungen der besonderen Art: Ein in einer Kugel eingesperrter Affe soll von euch zum jeweiligen Ziel des Levels gebracht werden und auf diesem Weg möglichst viele Bananen einsammeln (geben Extra Leben). Eine direkte Steuerung gibt es jedoch nicht, ihr habt lediglich die Möglichkeit, das Gelände per Steuerkreuz in alle Himmelsrichtungen und diagonal zu kippen. Hört sich zunächst kompliziert an, entpuppt sich aber im Laufe des Spiels als notwendige Selbstverständlichkeit.
Das Zeitlimit ist Level für Level verschieden, macht aber kaum Probleme. Gemütliche Naturen haben jedoch nach einmaligen Spielen der Level die Möglichkeit, diese im Übungsmodus beliebig oft zu wiederholen.

Steuerung:
Normalerweise wird Monkey Ball vorzugsweise mit einem Analog Stick gesteuert. Einen solchen hat der N-Gage bekanntlich nicht zu bieten, wie auch schon bei der GameBoy Advance Version mussten sich die Entwickler mit einem „normalen“ Steuerpad begnügen.
Schon auf Nintendos Handheld funktionierte die Steuerung trotzdem zufriedenstellend. Mit dem 8-Wege Joypad des N-Gage steuert sich Super Monkey Ball noch mal eine Ecke besser und genauer. Nach einer mehr oder weniger kurzen Gewöhnungsphase verinnerlicht man die Steuerung erstaunlich gut.
Im Spiel selbst braucht man die 5 nur zum auswählen. Eine Sprung- oder Slidetaste benötigt ihr bei Monkey Ball nicht. Im Menü verhält es sich ähnlich: Die 5 zum bestätigen und die 7 zum zurücksetzen. Bei den Mini-Spielen werden die Tasten ebenfalls verwendet. In „Monkey Race“ Beispielsweise benötigt ihr die 5 zum Benutzen der Power Up’s. Problematisch wird dies keinesfalls.

Grafik:
Super Monkey Ball punktet im Vergleich zur GBA Version mit einer im Detail verbesserten Gesamtengine. Die Charaktermodelle wirken höher aufgelöst und die Texturen einen Tick klarer. Eine Grafikgranate darf man natürlich nicht erwarten. Im Vergleich zu Spielen wie Tony Hawks fehlt es einfach an Details und Abwechslungsreichtum. Zudem sind die Hintergründe etwas arg verwaschen. Des Weiteren sind mir gelegentliche Clippingfehler aufgefallen. Allerdings ist es nicht zu dem im Vorfeld oft von Neidern erwähnten Ruckeln gekommen. Das Spiel läuft fast vollkommen flüssig, was man als klaren Pluspunkt sehen muss.
Im Großen und Ganzen hat Sega Pflicht erfüllt, mehr war bei diesem Genre wohl nicht zu erwarten.

Sound:
Soundtechnisch kann Super Monkey Ball überzeugen. Sämtliche Sprach- und Soundsamples wurden beibehalten. Die Musik plätschert zwar etwas einseitig auf und ab, nervt aber zu keinem Zeitpunkt.
Leider ist, wie bei Tony Hawks, ein starkes Grundrauschen zu verzeichnen. Bei niedrigen Lautstärken oder dem Headset Betrieb übertönt es sogar teilweise den Original Soundsatz. Das hätte nicht sein müssen und ist über weite streckend so nervend, dass man dann doch lieber den Sound ganz ausstellt (was übrigens nichts am Rauschen ändert). Hier hätte mehr drin sein müssen – Abwechslung und Qualität der Musik überzeugen nicht.

Features:
Hier kann Super Monkey Ball wieder voll punkten. Gespeichert werden eure Erfolge, N-Gage typisch, einfach auf der GameCard. So lassen sich zumindest spannende Hotseat Duelle um die Rekordjagd abhalten.
Die Modivielzahl ist für Handheld Verhältnisse schon beeindruckend. So gibt es 3 Schwierigkeitsgrade mit verschiedenen Kursen. Für den leichten Einstieg hat Sega 10 „einfache“ Level spendiert. Danach werden sich die meisten wohl auf den ausgewogenen und fairen mittleren Schwierigkeitsgrad stürzen, welcher mit 15 Kursen aufwarten kann. Danach dürfte für den Großteil der Spieler erstmal Schluss sein. Denn der mit 20 Leveln versehene Experten Modus stellt die größte Herausforderung des Spiels dar. Nur mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Nerven aus Drahtseilen ist der letzte Modus des Spiels zu meistern. Wem 3 Leben zum Absolvieren eines Schwierigkeitsgrades nicht ausreichen, kann auf insgesamt 5 Continues zurückgreifen. Die Punkte gehen dann zwar flöten, aber zumindest muss man nicht noch mal von ganz vorne starten. Für Langzeitmotivation und die nötige Kurzweil dürften die freispielbaren Minispiele sorgen. Für 2500 Spielpunkte darf der Spieler sich jeweils eines der Spiele freischalten. Als da wären: Monkey Race (Wettrennen mit Powerups), Monkey Fight (Arena Kampf) und Monkey Target (Affenkugeln Weitflug).

Multiplayer:
Hier sind wir beim größten Schwachpunkt des Spiels angelangt. Unverständlicherweise hat Sega auf einen Mehrspielermodus verzichtet. Abwechselnd um Rekorde zu jagen macht zwar auch Spaß, ist aber nichts im Vergleich zu den Multiplayermöglichkeiten der anderen Versionen. Da fragt man sich doch glatt, warum die MiniSpiele auf 4 Spieler ausgelegt sind. Gegen den Computer macht es eben nur halb soviel Spaß.
Für einen Nachfolger ist hier Nachbessern angesagt; ohne Mehrspielerfunktionen will ich kein Monkey Ball mehr sehen!

Fazit:
Spielspaß pur lautet hier die Devise! Dank Minispielen und herausfordernden Schlusslevel kann das erste N-Gage Monkey Ball auch ohne Multiplayer überzeugen. Für Geschicklichkeitsfans sollte der Sega Titel sowieso erste Wahl sein, aber auch als Pausenfüller taugt Super Monkey Ball allemal. Für einen Nachfolger wünschen wir uns aber einen ordentlichen Mehrspielermodus.

Hier gilt: Spielspaßbombe mit Defizit Multiplayer


Michael Haiduk
Vielen Dank an Nokia für die freundliche Bereitstellung des Testmusters





Packshot

Details

Publisher:
Sega

Developer:
Amusement Vision, Ltd.

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
07.10.2003

Multiplayer:
nein

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

shot1

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