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Review vom 03.10.2005

  System Rush



WERTUNG:
78%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Wagen
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Meinungen:
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Komplettlösung
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Im Jahre 1982 erschien von Steven Lisberger ein Film names Tron. Schon damals sorgte der Science-Fiction Streifen für großes Aufsehen. Das Cyberspace-Spektakel hat sich einige Fans angeln können, darunter wohl auch die Entwickler des aktuellen Nokia N-Gage Titels System Rush. Die Ähnlichkeiten und Parallelen sind verblüffend, doch wie macht sich das Spiel im Härtetest?

Schnell, schneller, Systemrush. Das treffendste Schlagwort zu Ideaworks 3D Futureracer ist eindeutig Geschwindigkeitsgefühl. Denn wenn dieses Spiel eines auf dem Kasten hat, dann ist es: RasantesTempo in einer schrillen Cyberwelt zu vermitteln. Vor der Art und Gestaltung erinnert das Spiel ein wenig an Shadow Run, gemischt mit F-Zero und Tron, welches in der Story nochmals klar zur Geltung kommt.

Als Spieler schlüpft man in die Rolle einer Hackergruppe, die kurz davor ist, in die Cyberkriminalität hineingezogen zu werden.
Die rivalisierende Hacker-Gruppe mit dem finsteren Namen „Black Hat's“ haben es geschafft, eine wichtige, selbst programmierte Applikation zu erbeuten, die eigentlich vom Spieler für Sicherheitszwecke erdacht wurde. Doch die Black Hat’s wollen diese Technologie missbrauchen, um ihr eigenes multinationales Unternehmen zu einer noch größeren Weltmacht werden zu lassen.Nun heißt es, durch die zahlreichen Strecken zu düsen, um das gestohlene Gut wieder zu erlangen und die eigene Unschuld zu beweisen.


Was sich wie ein Action Adventure anhört ist im eigentlichen Sinne ein klassisches Rennspiel. Im Storymodus gilt es , nach und nach die Poleposition einzuholen, um so noch tiefer in den Datenhighway einzudringen.

Zu Beginn des Spiels kann sich der motivierte Hacker für einen von zwei Charakteren entscheiden. Zum einen gibt es die charmante Ikko, die mit ihren 26 Jahren schon so manche Bits und Bytes verdrehen kann und zum anderen kann man sich für den 33 Jahre alten und brachialen Hacker-Profi Vert entscheiden. Diese Entscheidung ist aber in dem Sinne egal, denn der Stroyverlauf ändert sich nicht. Danach heißt es rein ins Mobil und sich für einen von vier großen Abschnitte entschieden. Diese werden durch Kontinente symbolisiert und zeigen, in welchem Land man ein finsteres Syndikat zur Strecke bringen kann. Wie man schon auf den diversen Webseiten rund um System Rush feststellen konnte, wird auch der Ex-KGB in Russland eine große Rolle spielen.

Nun ist es das Ziel in jedem dieser Level, sich auf den vier Abschnitten zu behaupten. Wer einen Hack meistern will, der kann sich nicht mit dem 2. oder 3. Platz zufrieden geben. Nur der Erstplazierte darf zum nächsten Level vordringen.

Bei einem Rennen muss man seine sieben Kontrahenten hinter sich lassen und kann während der Hetzjagd durch den Cyberspace zahlreiche Waffensysteme oder Bonus-Items einsammeln und nutzen.
Ähnlich wie im Titel Wipeout sorgen einsammelbare Items wie Beschleuniger, Schutzschilde, oder Ähnliches dafür, dass man bequemer an seinem Gegner vorbeiziehen kann. Was offensive Waffen angeht, sieht es aber eher Mau aus. Wirkliche Angriffe kann man nicht starten. Denn um einen gegnerischen Wagen zu beschädigen, gibt es eine neue Methode. Angriffe müssen aus nahester Nähe ausgeführt werden. Schafft man es, sich nahe genug neben einen Gegner zu positionieren, wird man seinen Code löschen können. Nach etwa 5 Sekunden Fahrt neben einem Opponenten wird ein Lichtstrahl ihn in seine Bestandteile auflösen.

Wer braucht schon Knight Riders „Kitt“ und einen jämmerlichen Turboboost, wenn die Cyberflitzer in System Rush fliegen können. Um etwas Abwechslung in den schönen Rennalltag zu bringen, hat sich hat sich Ideaworks 3D etwas Neues einfallen lassen. So kann man in engen Kurven oder unbequemen Bodenlagen sein futuristisches Fahrzeug einfach in die Lüfte empor heben lassen und eine kurze Zeit lang die Gravitation außer Acht lassen.
Der Vorteil am Höhengewinn ist, dass man sehr viel wendiger ist und leichter um die Kurven driften kann. Nachteil ist jedoch, dass man einen Geschwindigkeitsverlust in Kauf nimmt. So hat man ein ausbalanciertes System zwischen Geschwindigkeit und Grip.

Nach und nach kann man die 12 Strecken auf einem Kontinent frei schalten. Nach Adam Riese macht dies insgesamt 50 verschiedene Kurse im Storymodus aus. Dabei ändert sich der Streckenverlauf fast gar nicht, sondern der Spieler bekommt neue Hindernisse und Abkürzungen aufgetischt. So fallen beispielsweise Gesteinsbrocken vom Himmel, Energiewände sind auf einmal dort, wo vorher keine waren, hängen Items in der Luft, wie Backsteine das nicht tun, etc.
Verlässt man siegreich einen Parcours, kann man seine diversen Fahrzeuge auch mit Updates versehen, die einen Bonus in Sachen Geschwindigkeit, Grip, Flugfähigkeiten, etc. verschaffen. Dies ist auch bitter nötig, um gegen die immer härteren Strecken und Gegner eine Chance zu haben. Neben Standard-Rennen müssen auch ab und an Streckenbosse besiegt werden. Die Gegnerische KI ist nicht das, was man intelligent nennen kann, dennoch oftmals mehr als würdig, da Streckenhindernisse vom Gegner manchmal einfach außer Acht gelassen werden. Abzüge in der B-Note.

##bild7linksDas Herzstück des Spiels ist der Storymodus, dieser kann auch am längsten motivieren und durchaus überzeugen. Doch wer nicht immer strickt der Story folgen möchte hat auch die Möglichkeit, den Hackermodus zu spielen. Dieser ist im Prinzip nicht anderes als ein Einzelzeitfahren. Schafft man es, die ersten 3 Phasen des Storymodus zu meistern, so steht einem die nächste Option zur Verfügung: Der Grand Prix Modus.
Diese Art von Spielmodus sollte der geübte Rennfahrer, wie das zuvor genannte Einzelzeitfahren, von anderen Racing-Games her kennen.

Steuerung:
Die Flitzer steuern sich recht angenehm. Je nach individuellen Bedürfnissen kann sich der Spieler am Anfang der Abschnitte für einen schnellen, aber recht unwendigen Flitzer oder einem eher regsamen, aber schleppenden Gleiter entscheiden. Je nach Leveldesign macht es Sinn, den einen oder anderen Stil zu wählen.

Grafik:
Der Grafikstil des Spiels vermittelt ein ganz eigenes Flair. Teilweise erinnert er an die verworrenen Cyberspacestrukturen des Filmklassikers Tron. Bunte Strecken, bestückt mit Neonlichtern, Hindernissen und vielen Lichteffekten. Die Engine ist sehr sauber programmiert und schafft es, einem ein gutes Gefühl von Geschwindigkeit zu vermitteln. Nur selten kommt es zu Negativ-Erscheinungen wie Clippingfehlern und Slowdowns.

Sound:
Hier schallen fetzige Technobeats written by Ken Kambayashi um die Ohren. Wer gerne ein wenig Probehören möchte, sollte sich auf einen der Hackerhomepages von Nokia zu System Rush umschauen. Wer es schafft, die diversen Codes zu entschlüsseln, kann mit einigen netten Downloads belohnt werden.

Features:
In Sachen N-Gage Arena hat man sich ein besonderes Schmankerl ausgedacht. Wie üblich kann man seine Streckenrekorde der ganzen Welt präsentieren, doch wenn man zu den Besten gehört, kann man neue, limitierte Fahrzeuge gewinnen. In Sachen Multiplayer hat man sich auf zwei Spieler beschränkt.


Fazit:
System Rush ist ein Titel, der sehr gut unterhalten kann. Genügend Spielumfang, eine gute Atmosphäre und stimmige Sounds sorgen dafür, dass der Spieler einiges geboten bekommt. Schade ist, dass es im Prinzip nur 4 verschiedene Strecken gibt, die auf insgesamt 50 verschiedene Arten gefahren werden. System Rush gehört somit zur Spielgattung der Fan- oder Hass-Spiele. Entweder man kann Gefallen an dem Cyberspace-Flair finden oder nicht.
Wer sich auf das Spiel einlässt, wird jedoch einige Zeit lang sitzen, bis er die zahlreichen Storyelemente durchlebt hat. Leider fehlt System Rush das gewisse Etwas, das Tüpfelchen auf dem i, um sich in die ganz hohen Regionen des Spieleolymps zu heben.


Kevin Jensen für N-Page.de

Vielen Dank an Nokia für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars





Packshot

Details

Publisher:
Nokia

Developer:
IdeaWorks

Genre:
Racing

Release:
2.Quartal 2005

Multiplayer:
ja

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

shot1

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