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Test vom 22.02.2004

  Ancient Empires
   JAVA Spiel


WERTUNG:
89%
Zu diesem Spiel: kostenpflichtig Downloaden
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Es war einmal zur frühen GBA Zeit, in der die wirklichen Hits noch auf sich warten ließen. Nintendo entwickelte zu dieser Zeit ein Rundenbasiertes Strategie Spiel, welches nach seiner Veröffentlichung zum ersten richtigen Kultspiel des Handhelds avancierte. Die Rede ist, natürlich, von Advance Wars. Das geniale Spielprinzip und der gigantische Umfang bescherten Advance Wars bei unseren Kollegen von planetgameboy.de eine Traumwertung von 90%. In der Zwischenzeit veröffentlichte Nintendo auch noch einen leicht verbesserten Nachfolger mit vielen neuen Missionen. Ancient Empires knüpft fast 1:1 an das Spielprinzip des GBA Klassikers an und versucht die Handy Gamer unter euch mit hübscher Grafik und netten Missionsdesign zu überzeugen. Ob die Operation gelungen ist, lest ihr im folgenden Test.

Für Kenner des GBA Meisterwerks bietet das Gameplay kaum Neues. Es gibt insgesamt neun verschiedene Kampfeinheiten mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen (Das Katapult Beispielsweise hat eine große Reichweite, doch stehen sie im Nahkampf ihren Gegnern fast chancenlos gegenüber), sowie einen König, der zwar auch kämpfen kann, aber primär zum Einheitenkauf eingesetzt wird. Steht der König nämlich nicht auf dem Hauptgebäude, können keine weiteren Einheiten gekauft werden. Um die eigene Truppenstärke zu erhöhen wird Gold benötigt. Wie viel Gold man bekommt, hängt davon ab, wie viele Basen man besitzt. Je mehr Basen man eingenommen hat, desto mehr Gold fließt jede Runde in die Schatzkammer.
In den Rundenbasierten Kämpfen darf zuerst die angreifende Truppe zuschlagen. Falls ein Teil der verteidigenden Einheit überlebt hat, kommt es zum Gegenangriff, welcher mit Halber oder noch kleinerer Truppenstärke natürlich kaum Effektiv ist. Zudem ist noch wichtig, ob man nun auf der offenen Straße oder im Walde steht. Das ist dahingehend wichtig, da die verschiedenen Gebietspunkte den Verteidigungswert im Angriffsfall erhöhen können. Die beste Deckung bieten die eigenen Basen. Weiterhin zu beachten ist, dass bei Fernkampfangriffen nicht zurückgeschlagen werden kann, sofern der angegriffene selbst nur Nahkämpfer ist. Schießt z.B. ein Bogenschütze aus zweiter Reihe auf einen gegnerischen Soldaten, so bekommt dieser etwas von seinen HP abgezogen, einen Konter gibt es dann aber nicht. Insgesamt besitzt jede Einheit 10 Hitpoints, sind diese auf Null zurückgefallen, verschwindet die Einheit vom Kampffeld.
Die Einheiten an sich unterscheiden sich zunächst einmal in Nah- und Fernkämpfer. Des Weiteren haben sie verschiedene Werte in Angriff, Defensive und Bewegung. Wenn man von Spezialisten absieht, ist zudem die Einteilung in „je teuerer desto wirkungsvoller“ zu machen. Ein stinknormaler Soldat beispielsweise kostet nur 200, ist daher aber sehr Schwach auf der Brust. Eine Wyver kosten im Gegensatz dazu 1000, ist dafür aber mächtig stark und fliegend. Die Wyver hat also außerdem noch den Vorteil, dass sie sich über Seeflächen oder Berge ohne Einschränkungen bewegen kann, dies kann der Soldat nicht tun. Im Spiel selbst ist es dann Abwägungssache, ob man zunächst auf viele Schwache und Unbewegliche Einheiten setzt, oder von Anfang an eher auf die starken und flexiblen Einheiten spart. Normalerweise bietet eine gesunde Mischung die beste Möglichkeit erfolgreich das Schlachtfeld zu räumen.

Im Bezug zum Umfang muss ich nun das erste Mal meckern. Jede glich sieben Kampagnen Missionen und zwei Skirmish Karten werden geboten. Die Kampagne selbst fungiert sogar eher noch als Unterhaltsames Tutorial, in dem man in die Spielmechanik eingeführt wird. Zum Glück unterscheiden sich die Kampagnen Missionen fast grundsätzlich voneinander und bieten daher auch mehrere Stunden Spielspaß. Den Skirmish Modus kann man entweder im Multiplayer gegen einen Freund spielen (Abwechselnd an einem Handy) oder gegen eine eher mäßige KI bestreiten. Die Tatsache, dass es nur zwei Karten sind, trübt die Langzeitmotivation schon etwas, aber zumindest sind die Karten durchdacht gestaltet und besitzen eine annehmbare Größe.

Technisch gesehen ist Ancient Empires kein Meisterwerk, bietet allerdings eine übersichtliche 2D Engine und ansehnliche Kampfanimationen. Von großem Vorteil ist auch, dass das Spiel weder an einer Hackligen Steuerung, noch an einer permanent ruckelnden Grafik leidet.
Der Sound hat wieder N-Gage typisches Kreisch und Rausch Potenzial und sollte grundsätzlich ausgeschaltet sein. Dass die Melodien verhältnismäßig gut komponiert wurden, ändert daran leider nichts.



Fazit:
Handy Strategen aufgepasst! Ancient Empires bietet genau das, was ihr sucht. Das Mittelalter Szenario, neun verschiedene Kampfeinheiten, ein Multiplayer Modus und die rundum gelungene Programmierung machen das Spiel tatsächlich zu einem der Höhepunkte auf dem Handy Markt. Hätte Macrospace noch eine gute KI und ein paar mehr Missionen eingebaut, wäre es sicherlich ein echter Knüller geworden. So wie es geworden ist, kann man sich letztendlich über ein sehr gutes Handyspiel zum fairen Preis freuen. Strategen mit N-Gage greifen sofort zu, alle anderen überlegen sich gut, ob sie sich diese Perle entgehen lassen wollen.



Selber testen? Hier gehts zur im Internet spielbaren Demo! Ancient Empires Demo





Packshot

Details

Publisher:
Macrospace

Developer:
Macrospace

Genre:
Adventure

Multiplayer:
ja

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

shot1

shot2

shot3

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